Flappy Bird-Entwickler stürmt mit zwei weiteren Apps die Charts

Vor einigen Tagen habe ich spekuliert, wie das Herausnehmen des Spiels „Flappy Bird“ aus den AppStores auch durchaus eine gelungene Marketingkampagne sein könnte. Nun darf man nicht außer Acht lassen, welchen Anfeindungen sich der Entwickler des Spiels, Dong Nguyen, von frustrierten Spielern auf Twitter hat aussetzen müssen. Dies reichte von vielen Beschimpfungen bis zu Todesdrohungen, letzteres jedoch vor allem nach der Ankündigung das Spiel zu löschen. Hier zeigt sich eindrucksvoll die hässliche Seite des Internets.

Zudem erzählte er dem Wirtschaftsmagazin Forbes:

Flappy Bird was designed to play in a few minutes when you are relaxed, but it happened to become an addictive product. I think it has become a problem. To solve that problem, it’s best to take down Flappy Bird. It’s gone forever.

Man kann ihn hier sehr gut verstehen. Und trotzdem, geplant oder nicht, ist die Marketingwirkung enorm. Zum einen ist es so, dass das Spiel „Flappy Bird“ nun den Charakter einer Limited Edition hat und die Downloadzahlen in den letzten Stunden vor dem Herausnehmen aus dem App- und Playstore die noch einmal deutlich in die Höhe gegangen sein dürften. Zum anderen belegen die (iOS-only)-Apps „Super Ball Juggling“ und „Shruiken Block“ aktuell die Plätze 5 und 36 der Gratischarts – auch diese beiden Spiele stammen von Dong Nguyen und setzen, ähnlich wie Flappy Bird, auf eine Retro-2D-Grafik und ein sehr simples Spielprinzip. Sie sind ebenfalls gratis und generieren ihren Umsatz durch die Werbeeinblendungen während des Spielens.

Ob er also wollte oder nicht, Dong Nguyen hat einen hervorragenden Marketingstunt hingelegt und generiert vermutlich weiterhin hohe Werbeeinnahmen. Einmal durch seine neuen Spiele, die aktuell die AppStore-Charts erobern, aber auch noch mit dem Spiel Flappy Bird, das noch immer gespielt werden kann, sofern man es rechtzeitig heruntergeladen hat.

Foto: threepastnine – Flappy Bird by dotGears Studio

Gelungenes Marketing? Flappy Bird verschwindet aus dem AppStore

Das iPhone und Android-Spiel „Flappy Bird“ hat in den letzten Wochen große Aufmerksamkeit erregt. Obwohl das Spiel, in dem man einen kleinen Vogel mit wiederholten Bildschirmberührungen durch einen Parkour von Rohren fliegen muss, bereits seit Sommer des letzten Jahres in den Stores erhältlich war, begann die Erfolgsgeschichte erst vor einigen Wochen. Das Spiel wurde zu einem riesigen Erfolg und konnte sich auf den vorderen Plätzen der Charts festsetzen. Der Entwickler des App-Erfolges, Dong Nguyen, machte zu dieser Zeit mit dem Spiel an die 50.000$ pro Tag – allein durch die Einnahmen aus den Werbebannern innerhalb der App.

Und dann kündigt er am vergangenen Samstag auf Twitter an den Titel binnen kurzer Zeit aus dem AppStore zu nehmen:

Als Grund hierfür führt er an es ruiniere sein persönliches Leben. So kommt es, dass das Spiel „Flappy Bird“ seit Samstagabend um etwa 6 Uhr abends deutscher Zeit nicht mehr herunterzuladen ist.

Alles nur Marketing?

Trotzdem bleibt das Spiel für jeden, der es vor dem Aus heruntergeladen hat, weiterhin verfügbar und spielbar. Auch gibt es weiterhin Werbeeinblendungen während des Spielens. Dies, und die Tatsache, dass Nguyen nahezu einen Tag vorher bereits ankündigte das Spiel aus den Stores zu nehmen, werft die Frage auf, ob es sich hierbei nicht auch um eine Marketingstrategie handelt. Durch die Ankündigung am Samstag wurde das Spiel noch einmal auf allen großen Spiele- und Techseiten thematisiert und bekam dementsprechend erneut eine große Öffentlichkeit. So ist zu vermuten, dass die Zahl der Downloads und der Spieler in den letzten Stunden noch einmal deutlich anstieg.

Und nun könnte das Spiel zu einer Besonderheit mutieren. Wer nicht rechtzeitig den Download angeschmissen hat wird nicht mehr in den Genuss des Spiels kommen können dies könnte die Entwicklung stoppen, die dazu führt, dass ein Hype um ein Spiel, wie wir es auch von QuizDuell kennen, nach relativ kurzer Zeit verschwindet. Es könnte also den Verfall der Lust an diesem Spiel stoppen, wenn die Spieler wissen, dass niemand mehr dazu kommt und sie so in eine Art besondere Lage gehoben werden – auch wenn sehr viele das Spiel wohl bereits heruntergeladen haben. Und währenddessen verdient Nguyen weiterhin Geld durch die Werbeeinblendungen.

Dong Nguyen stand bisher für keine Stellungnahme gegenüber threepastnine oder anderen Medien zur Verfügung.

Foto: (c) by dotGears Studio

Anmerkung: Anfangs stand in diesem Text mehrfach Flappy Birds anstelle von Flappy Bird. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Neuer Wind für Microsoft?

Zusätzlich zum Tuesday Tech Talk gibt es einiges zu berichten in der Technikwelt. Die wohl größte Nachricht dieser Woche war die Verkündung des neuen Chefs der Firma Microsoft, Satya Nadella, am gestrigen Dienstag. Ob er das Ruder herumreißen kann wird sich in den nächsten Montaen oder Jahren zeigen. Er hat zumindest eine sehr schwierige Aufgabe vor sich, den Konzern wieder in eine bessere Position zu hieven.

Denn obwohl Microsoft besonders auf dem PC-Markt noch immer eine vorherrschende Stellung einnimmt (Grafik von Net Market Share, dieser Monat), hat der Konzern viele Entwicklungen stark verschlafen. Man hat den Schritt, dass jeder Mensch einen Computer auf seinem Schreibtisch stehen hat nicht weiter gedacht und auf die Hosentasche ausgedehnt. So verschlief Microsoft den neuen Markt, der sich mit Smartphones eröffnete zu Anfang fast vollkommen und startete erst im Oktober 2010 das eigene mobile Betriebssystem Windows Phone – mehr als drei Jahre nach iOS und auch zwei Jahre nach Android. Zwar brachte Microsoft in diesem Betriebssegment einige Unterscheidungsmerkmale zu den, sich doch vergleichsweise ähnlichen sehenden Systemen iOS und Android mit, konnte sich aber nie wirklich durchsetzen. So kommt das Betriebssystem bei der Analyse von Net Market Share nur auf 0,55% Marktanteil der im Internet aktiven Geräte (nur Januar, die höchsten Zahlen sprechen jedoch von maximal 4% Marktanteil).

Ob hier der Kauf von Nokia im letzten Jahr etwas ändern kann ist nicht abzusehen. Trotzdem ist es kein Fehler, wenn Software und Hardware im selben Haus produziert werden, hierfür muss man sich nur bei den Konkurrenten von Apple umsehen.

Trotzdem sehen die Zukunftsaussichten für Microsoft, mit ihrem mobilen Betriebssystem einen ernsthaften Marktanteil zu gewinnen, eher düster aus. Der Weg für das Unternehmen wird vor allem in der Bereitstellung von Server/Cloudinfrastruktur liegen, weniger direkt beim Kunden. Der traditionelle PC-Markt jedenfalls, einer der wenigen in denen Microsoft noch stark vertreten ist, schrumpft immer weiter zugunsten der (neuen) Tablet PCs. Auch sehen die Zahlen in der Cloud-Sparte von Microsoft sehr vielversprechend aus – steigen sogar, was eine gute Ausgangslage auf diesem Spielfeld darstellt. Zu verdanken ist dies wohl auch dem neuen Chef. Nadella war, bis er gestern zum Nachfolger von Steve Ballmer ernannt wurde, zuständig für die Clouddienste des Unternehmens. Leicht wird es dennoch nicht, denn andere große Player wie Amazon, SAP und Salesforce kämpfen auf diesem Markt ebenfalls um die Kunden.

Foto: CC BY 2.0 by Robert Scoble

Reaching New Levels of Becoming Famous

„I will eat dog excrement if I get 100 likes.“ For many this may sound utopian but in today’s society this is a frequently read phrase in social networks. Not is it just the persons who post such pathetic promises but also the audience supporting them who play an even more significant role in this „wrong reality“. But what could be the reasons for people becoming that focused on putting themselves into spotlight in such a honourless way? And whose fault is that? „Reaching New Levels of Becoming Famous“ weiterlesen

Phonebloks

copyright by www.phonebloks.com
copyright by Steve Hakkens, phonebloks.com

Ein Niederländer und eine unglaublich gute Idee, das ist Phonebloks. Entwickler Steve Hakkens konnte nicht länger mit ansehen, wie tagtäglich Tonnen von Elektromüll pruduziert werden und unglaubliche Mengen an Smartphones und Handys in den Müll wandern, nur weil ein Bauteil an ihnen kaputt ist. Deshalb entwickelte er Phonebloks, ein (noch) ziemlich utopisches Baukasten-Smartphone, welches aber alle Probleme lösen könnte. Phonebloks könnte die Smartphonewelt revolutionieren, allerdings müssen dazu Investoren und Hersteller aufmerksam gemacht werden, die dieses Projekt unterstützen. Deshalb schaut euch das Video auf der HIER nochmals verlinkten Seite an und macht mit.

Mehr zum ganzen Thema, und ob das überhaupt funktionieren kann heute oder morgen im threepastnine podcast.

Lieber Kindle,

seit bald zwei Jahren nenne ich Dich mein eigen. Vorher las ich nur wenig, der Büchermarkt war mir nicht geläufig, und ich fand nichts daran Bücher zu lesen. Das mag daran liegen, dass ich immer die falschen Bücher hatte, meistens Geschenke, die mich wenig bis gar nicht interessierten, und doch schreibe ich es Dir zu, lieber Kindle, dass ich mittlerweile sehr gerne und viel lese. Denn ein Gerät, mit dem ich schnell und kostenlos in ein Buch hineinlesen kann macht es einfacher schöner Bücher zu finden, komfortabler sie zu lesen und einfacher sie zu verstauen. Und so ein Gerät bist Du.
Doch es kam ein weiterer Anwendungsfall hinzu, den ich mir nicht erhofft habe – heute aber ungerne wegdenken würde: die Zeitung. Ich habe vor Dir selten eine Zeitung gelesen, nur dann und wann, wenn eine abonniert war, was nicht so oft der Fall war. Schon damals gefiel mir die ZEIT, doch auf der anderen Seite schreckte mich ihr Format ab. Ich hätte sie – aber auch die anderen – nur Zuhause lesen können. Doch dank Dir lese ich sie nun sehr regelmäßig. Ich fühle mich informierter, ich fühle mich besser, und ich lese mehr, das kann ja per se nicht schlecht sein. Es mag nicht ganz so schön sein, die ZEIT auf Dir, statt auf Papier zu lesen, aber es ist in Ordnung, es geht, und ich kann es unterwegs. Das ist eine Bereicherung. Du bist eine Bereicherung!

In Liebe,
Dein Christopher „Lieber Kindle,“ weiterlesen