Review on the 4. WeberWorldCafé in Leipzig

“It is a bit like speed-dating”. That is how Gesche Schifferdecker introduced the fourth WeberWorldCafé (WWC) on November 16, 2015, hosted by the Max Weber Stiftung and Forum Transregionale Studien in cooperation with the Centre for Area Studies Leipzig and GIGA German Institute of Global and Area Studies Hamburg. After the first three WeberWorldCafés took place in Bonn and Berlin, this edition was hosted in the café of Leipzig’s house of literature, the “Haus des Buches”.

The topic of the fourth edition was “Globalisation during the Cold War: Culture, New Geopolitics and Che Guevara”. But to get a better understanding of what happened there I would like to introduce the concept.  „Review on the 4. WeberWorldCafé in Leipzig“ weiterlesen

Ein Papst zieht alle Register

Nach der dritten Strophe ist Schluss. Um das zu signalisieren, zieht der Organist meist für die dritte Strophe noch ein Register mehr, er schaltet also eine Pfeiffenreihe hinzu, die Orgel wird kräftiger. Pünktlich zu seinem 2-jährigen Wahljubiläum hatte Franziskus nun ein Jubeljahr angekündigt – um seine Botschaft an die Leute zu bekommen, zieht er alle Register. „Ein Papst zieht alle Register“ weiterlesen

Deutschland – einig? – Einwanderungsland

„Die Deutschen gewöhnen sich an den Gedanken, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist.“, so beginnt die Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung zur heutige veröffentlichten Bevölkerungsumfrage.

Die Bertelsmann-Stiftung führte im Jahr 2012 und im Januar dieses Jahres eine nahezu identisch aufgebaute Studie zum Thema Einwanderung nach Deutschland durch. „Deutschland – einig? – Einwanderungsland“ weiterlesen

Tagesspiegel Agenda 2015 – Konferenz und Kritik

Der Berliner Tagesspiegel entdeckt aktuell seine Wirkung auf „Politik-Entscheider“. Dieses Jahr lancierte er daher seine neue Beilage „Agenda“, eine Beilag für das politische Berlin, die jeden Dienstag einer Sitzungswoche erscheint. Am gestrigen Dienstag, den 11.12., folgte dann eine neue Konferenz: „Agenda 2015. Der Politik-Gipfel“, auf dem sich „Spitzenvertreter von Regierung, Ministerien, Parlament, Parteien, Verbänden, Unternehmen, Think Tanks und NGOs treffen“ sollten. So war die Gäste- und Rednerliste für diese Veranstaltung auch gestaltet. Es waren Vertreter und Geschäftsführer von verschiedensten Organisationen anwesend. Der Bundesverband der Deutschen Indistrie (BDI), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bankenverband, der Städtetag, der Zentralverband des Detuschen Handwerks (ZDH), das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), der Mieterbund, Bitkom, und viele mehr.

Das Format der Veranstaltung war erfrischend anders, so hörte man von Gästen mehrfach an diesem Tag. Die Vertreter bekamen jeweils fünf Minuten Redezeit, um ihre Thesen darzulegen, über die das Publikum im Nachhinein in den Kategorien „Gut für das Allgemeinwohl“ und „Politisch Umsetzbar“ abstimmen konnte. Zwischen diesen Sessions, in denen 6-8 Redner zu Wort kamen, gab es jeweils zwei „Fachforen“, das waren kleinere Diskussionen. Da die Foren eng beieinander lagen und auch Raum für Unterhaltungen bleiben sollte adaptierte man das Partykonzept der „Silent Disco“. Kopfhörer wurden ausgeteilt, mit welchen man einem der beiden Fachforen lauschen konnte, so man denn wollte.

Die Vorträge, „Briefings“ genannt, waren durchaus interessant, um die Positionen und Thesen der einzelnen Verbände für das Jahr 2015 einzuordnen. Das Konzept der fünf Minuten sorgte für viel Abwechslung und ließ keine Langeweile aufkommen. Die Auswahl der Redner war durchaus wirtschaftsliberal geprägt, aber auch Redner vom Mieterbund, Paritätischen Wohlfahrtsverband oder dem WWF waren anwesend.

Schon während des Tages kam Kritik an der Veranstaltung, und insbesondere den Diskussions- oder Fachforen auf. So kritisierte Petra Sorge beim Cicero die Lobbynähe. Sie berichtete, dass sich Interessensvertreter drei Vorteilspakete für die Veranstaltung kaufen konnten. So zum Beispiel das dritte, und teuerste, Paket:

Der gesamte Berichtsband ist in der dritten und teuersten Stufe, dem Paket „Fachforum“, für 36.000 Euro erhältlich. Die „Partnernennung mit Logo“ wird zudem auf Anzeigen in den Publikationen des Holtzbrinck-Verlages Tagesspiegel, Handelsblatt, die Zeit und Wirtschaftswoche angeboten. Das besondere Extra bei diesem Paket: Eine „Einladung zum eigenen Fachforum (30 min) zu einem mit Ihnen abgestimmten Thema inkl. Moderation durch Journalisten“.

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Auszug aus dem Programmheft. Links ein Fachforum mit, rechts eins ohne Sponsoring. (Foto von uns)

Nichts davon sei vorher auf der Website zu sehen gewesen, was ich bestätigen kann. Richtig ist aber auch, dass sowohl im Programmheft, als auch in den jeweiligen Fachforen durchaus ersichtlich war, dass hier ein Sponsoring stattfand. Inwiefer die Begründung des Tagesspiegel greift, die Nichtnennung auf der Website sei „ein Versehen gewesen“, muss und darf wohl jeder selbst entscheiden. Auch Lobbycontrol, ein gemeinnütziger Verein für Transparenz bei politischer Einflussnahme, veröffentlichte im Laufe des Tages eine Pressemitteilung, in der es heißt:

Wenn eine Zeitung Lobbyisten eine Mischung aus Veranstaltung und Anzeigen anbietet, um die eigenen Themen auf die politische Agenda zu setzen und ihre Kontakte zu politischen Entscheidern zu pflegen, gerät sie unweigerlich in einen Interessenkonflikt mit ihrer journalistischen Arbeit.

In einem offenen Brief an Lobbycontrol äußerte sich Florian Kranefuß, Geschäftsführer des Verlages Der Tagesspiegel GmbH, heute erneut zu der Kritik.

Wir sind bislang davon ausgegangen, dass diese Art von Zusammenarbeit mit Sponsoren und deren Kenntlichmachung üblich ist und ausreichende Transparenz bietet. Die aktuelle Diskussion zeigt, dass es Klärungsbedarf gibt.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei unterstützen, hier zu eindeutigen, allgemein akzeptierten Standards zu kommen. An dieser Diskussion würden wir auch gerne weitere Medien und Transparenz-NGOs beteiligen. Wegen eines Termines möglichst noch vor Weihnachten kommen wir gerne auf Sie zu.

Auf eine nähere Beurteilung des Sachverhaltes möchte ich hier wegen des Disclaimers verzichten. Sollten bei einer Wiederholung im nächsten Jahr tatsächlich auch „weitere Medien und Transparenz-NGOs“ beteiligt werden, kann dies der Veranstaltung in keinem Fall schaden.

(Disclaimer: Der Autor war als Stipendiat für die Veranstaltung „Agenda 2015“ vom Tagesspiegel angenommen und bekam die Kosten der Teilnahme bezahlt.)

Foto: Veranstaltung „Agenda 2015“. Foto von uns.

ZDF-Satire „Die Anstalt“ berichtet kritisch über deutsche Medien. Und die? Schweigen das Thema tot.

Beginnen wir mit einer Zusammenfassung. Am 29. April kritisierten die Kabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner in der ZDF-Sendung „Die Anstalt“ verschiedene deutsche Journalisten für ihre Verbindungen zu transatlantischen Lobbyverbänden. So sind etwa Journalisten der Zeit, FAZ, aber auch der Chefredakteur der BILD-Zeitung, Kai Diekmann, Mitglieder in Vereinigungen wie der „Atlantik Brücke“, die sich als Brücke für einen Interessenaustausch zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika verstehen. Der Beitrag der Serie kritisierte diese Journalisten, die zu großen Teilen in vielen dieser Netzwerke als Mitglieder, Beiräte oder Vorstände aktiv sind.

Diese Verstrickungen pigfeln, wie die Kabarettisten der „Anstalt“ darlegen, mit den Verbindungen Jochen Bittners von der Zeit. Dieser war beteiligt an den Vorbereitungen zu einer Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck vor der Münchener Sicherheitskonferenz, in welcher der Bundespräsident sich für mehr Militäreinsätze Deutschlands aussprach. Hat er sein Schreiben für Gauck von seinen journalistischen Tätigkeiten für die ZEIT getrennt? „Das wäre schön“, lautet von Wagners Antwort auf diese Frage. Bittner schrieb nach Gaucks Rede einen positiven Artikel über diese – natürlich ohne eine Bemerkung zu seiner Mitwirkung daran.

Der Beitrag endet mit folgendem Dialog:

„Sagen Sie mal ist das nicht verboten?“

„Ja!“

„Sehr schön!“

„Aber nicht bei uns. In der New York Times dürften sie als Journalist sowas gar nicht.“

„Und bei uns?“

„Da heißt das Qualitätsjournalismus..“

„Aber dann sind ja alle diese Zeitungen nur sowas wie die Lokalausgaben der NATO-Pressestelle?“

„Das haben jetzt Sie gesagt, aber Sie haben es schön gesagt.“ (Die Anstalt vom 29. April 2014, transkribiert von uns)

So weit, so gut. Die Journalisten Bittner und Joffe (beide Zeit), die Thema in diesem Beitrag waren wollten diese Darstellung jedoch nicht auf sich sitzen lassen und klagten gegen das ZDF. Bittner beispielsweise wehrt sich dagegen „Mitglied“ eines transatlantischen Think Tanks zu sein, da dieser, namentlich der German Marshall Fund, keine Mitglieder sondern lediglich „Teilnehmer“ führe. Außerdem habe er nicht die Rede Gaucks geschrieben, sondern lediglich an der Strategie mitgearbeitet. Das schreibt das Medienmagazin Meedia. Es geht also eher um juristische Spitzfindigkeiten als um grobe Fehler in der Darstellung der „Anstalt“. Genaueres wird sich zeigen, da das ZDF sich gerichtlich wehren wird. Die Sendung vom 29. April nahm man jedoch trotzdem vorsorglich aus der Mediathek. (Auf Youtube ist dieser weiterhin abrufbar – hier entlang)

Und die betroffenen Medienhäuser? Berichten nicht.

Nun könnte man die Frage aufwerfen, ob die beiden Journalisten noch nie etwas vom Streisand-Effekt gehört haben.

Als Streisand-Effekt wird ein Phänomen bezeichnet, wonach der Versuch, eine unliebsame Information zu unterdrücken oder entfernen zu lassen, öffentliche Aufmerksamkeit nach sich zieht und dadurch das Gegenteil erreicht wird, nämlich dass die Information einem noch größeren Personenkreis bekannt wird.. (Anmerkung von [Wikipedia](http://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt))

Aber vielleicht wussten sie auch was sie taten, denn die betroffenen Medienhäuser: Die ZEIT, die FAZ, die Süddeutsche und die BILD tun – ja was? Seht selbst:

Zeit.de

zeitonline
Link. (Screenshot von uns)

FAZ.net

faz
Link. (Screenshot von uns)

sueddeutsche.de

(Sreenshot von uns)
Link. (Sreenshot von uns)

Bild.de (von Google, keine Suchfunktion auf Bild.de ersichtlich)

(Screenshot von uns)
Link. (Screenshot von uns)

Sie berichten nicht. So ein Zufall. Eine Auswahl der Medien, die jedoch sehr wohl berichten: taz.de, tagesspiegel.de und Spiegel Online.

So kann man einer größeren Aufmerksamkeit und dem Streisand-Effekt auch entkommen – man hat als auflagenstärkste deutsche Zeitungen die Möglichkeit eine Meldung zu ignorieren und damit auch einer größeren Öffentlichkeit vorzuenthalten.

Die andere Seite

Einige Tage nach dem Beitrag in der Sendung „Die Anstalt“ führte Daniel Bröckerhoff für das Medienmagazin ZAPP vom NDR ein Interview mit Stefan Kornelius von der Süddeutschen Zeitung, dessen Person ebenfalls Thema im Beitrag der „Anstalt“ war. Er verteidigte in diesem Beitrag Journalisten die in transatlantischen Vereinigungen tätig sind und beschreibt dies als wichtig für die Arbeit eines Journalisten. Es sei eben Teil seines Geschäftes sich auch in solchen Vereinigungen zu bewegen. Das Einnehmen von Führungspositionen in solchen Vereinigungen hält jedoch auch Kornelius für problematisch.

Warum jedoch die kritisierten Medienhäuser ihre Berichterstattung auf dieses Thema einstellen und es so weit wie eben möglich totschweigen wirft Fragen. Herrscht Angst vor einer groß angelegten Debatte über dieses Thema? Und warum?

Foto: CC BY-ND 2.0 by wolfgangfoto

Konsum in Deutschland: Geldausgaben für Glücksspiel, Alkohol und mehr

Das Internetportal Kaufda ist vor allem dadurch bekannt, dass dort Werbeprospekte von Supermärkten, Elektronikläden und anderen Geschäften und Märkten Online abrufbar sind. Nach der Eingabe (s)einer Postleitzahl bekommt man – sofern verfügbar – Prospekte der umliegenden Geschäfte geliefert. Ein praktischer Service für Schnäppchenjäger ohne Zeitungsabo (und wahrscheinlich auch für andere Anwendungsfälle).

Kaufda hat jedoch auch eine interessante interaktive Grafik herausgebracht, die das Konsumverhalten in Deutschland greifbar präsentiert. Auf einer Tafel sind verschiedene Kategorien angebracht wie Bücher, Kaffeetassen, Zigaretten oder Glücksspiel und unter diesen steht die jeweilige Mengeneinheit oder das ausgegebene Geld, dass in dieser Kategorie angefallen ist, seit man die Seite geöffnet hat.

Solche Darstellungsformen führen mir immer wieder vor Augen wie sinnvoll interaktive und multimediale Darstellungsformen von Daten sind. Würden einem diese Daten einfach in ihrer Rohform vorgelegt – man würde nicht viel Zeit darein investieren, zu versuchen die Zahlen zu veranschaulichen und einzuordnen. Auch eine textliche Zusammenfassung liefert in den meisten Fällen ein nicht im Ansatz so greifbares Ergebnis wie eine Grafik oder andere Erklärungsmodelle.

In diesem Sinne: Hier findet ihr die animierte Infografik „So konsumiert Deutschland in Echtzeit“ von Kaufda.

Sehr schön zu sehen ist, dass die große Masse der Konsumausgaben in Deutschland noch immer Offline anfallen und E-Books sich auf dem heimischen Markt noch nahezu gar nicht durchgesetzt haben. Aber auch die Ausgaben im Glücksspiel lohnen einen Blick – da kommt ein deutlich höherer Betrag zusammen als ich ihn erwartet hatte.

Foto: Screenshot von kaufda.de

Mehrheit ≠ Intelligenz

„Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, / Verstand ist stets bei wen’gen nur gewesen. / […] / Man soll die Stimme wägen und nicht zählen; / Der Staat muß untergehn, früh oder spät, / Wo Mehrheit sieht und Unverstand entscheidet.“ (Fürst Sapeha in: Friedrich Schiller: Demetrius, I. Aufzug. Sämtliche Werke in 5 Bänden, hrsg. V. P.-A. Alt. A. Meier, W. Riedel. Dtv, München 2004, Band III, S.24)

Im Laufe unseres Lebens begegnen wir immer wieder Abstimmungen. Ob diese sich in Form der vierjährigen Bundestagswahl, des Votums zum Klassensprecher oder beim Mittagessen mit der Familie, um zu bestimmen, was man äße, ausdrückt, sei dahingestellt. Die Mehrheit hinter sich zu haben, bedeutet legitimiert zu sein, jedoch auch Macht zu besitzen. Stets gilt: „Wer die meisten Stimmen hat, gewinnt“.
Das würde ja im Prinzip bedeuten, dass die Mehrheit immer wüsste, welche Entscheidung am adäquatesten für die Gesellschaft sei, Wissen besitze. Sich ewig aus dieser Dialektik zwischen These und Antithese sich eine Synthese herauskristallisieren wird. Dieses, nennen wir es „omnipräsente Selbstbewusstsein“ funktioniert nur, wenn es einen hohen Bildungsstandard gibt, der zu einer Debattenkultur auffordert und die Votanten abwägen lässt.

Doch wie sieht es in unserer Realität aus?

Meinungen und Anschauungen sind geprägt von kurzweiligen Diskussionen und plötzlich auflodernden Ereignissen, welche wahrscheinlich schon im Moment in dem sie geschehen, ihre eigentliche Debattenrelevanz verlieren. Sie sind von aus dem Affekt entstehender geschwängerten Luft umgeben und bewegen sich auf einem Eis, das einen Wimpernschlag später schon einbrechen könnte.
Jede Debatte ist nur eine medialen Ausschlachtung weit entfernt. Die mediale Ausschlachtung versucht Quote zu generieren – abstrahiert, pauschalisiert um im Endeffekt zu manipulieren. Denn der Zuschauer soll sich auch das nächste Mal in haarsträubenden und hysterischen Diskussionen in mitten der Mediendemokratie wiederfinden.

Demnach kann uns eine fundierte Meinung überall behilflich sein. Bei der Wahl zum Bundestag hilft es sich untereinander auszutauschen und Standpunkte zu wechseln. Bei der Wahl des Klassensprechers auf Erfahrungen mit den Kandidaten zurückzugreifen und deren Ambitionen klarstellen. Und am Familientisch ist es besser, miteinander reden , anstatt übereinander.

Die Mehrheit richtet sich nach dem Affekt. Die Minderheit hält die Mehrheit des mündig, differenziert, und offen Seins inne.

Dieser Gastbeitrag stammt von Fabio Sciaraffia
Foto: CC BY-ND by Julisaustria

2053 – Alle Atomexplosionen von 1945 bis 1998

Rund vierzehneinhalb Minuten. So lange dauert ein Video des japanischen Künstlers Isao Hashimoto, das schon seit einigen Jahren im Internet zu finden ist. Es zeig alle atomaren Explosionen von 1945 an bis 1998. Geordnet werden diese nach den einzelnen Nationen – den USA, der Sowjetunion, China, Großbritannien, Indien, Pakistan und Frankreich. Jede Nation bekommt eine eigene Farbe und einen eigenen Ton für jede einzelne Explosion.

Was mit einigen wenigen Tests beginnt nimmt ab 1962 immens zu und entfaltet seine erschreckende Wirkung. Bis der Zähler stehen bleibt. Bei 2053 nukleare Explosionen. Die zwei, die Nordkorea in naher Vergangenheit vermutlich ebenfalls dazu beisteuerte, fehlen in dem Video, aber sie wären eh nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Wer nicht soviel Zeit hat kann die Zusammenfassung, ab 12:10, springen. Dort sind die Explosionen jedoch nicht chronologisch, sondern nach Land sortiert.

Foto: Hiroshima nach der Atombombe, CC BY 2.0 by xiquinhosilva