3past9 - Veggie Day, NSA als Social Network und Islam als Land

Jeden Sonntag um drei nach neun, was dem exakten
Gründungsdatum dieses Blogs entspricht, posten wir drei Links und
Zitate, die uns in der vorangegangenen Woche besonders gefallen
oder anderweitig unsere Aufmerksamkeit erregt haben. Hauptsächlich
auf Deutsch. 

1. Veggie Day: Wie man aus alten Fleischabfällen der »Bild«-Zeitung Nachrichten macht
(stefan-niggemeier.de, Stefan Niggemeier)
Bereits im April beschlossen die Grünen ihr Wahlprogramm, doch erst jetzt grub die Bild-Zeitung den Wunsch nach einem „Veggie Day“ aus diesem heraus: „Kann ich davon ausgehen, dass in den Redaktionen der Nachrichtenmedien die Wahlprogramme der Parteien nicht gelesen werden?“

2. Bundesradio Wahlstudio zur Bundestagswahl 2013
(bundesradio.de, Tim Pritlove)
Ein Wahlstudio fernab von ARD, ZDF, RTL und co? Ein Wahlstudio, das den Wahlkampf und das Wahlergebnis vor allem aus Sicht der Netzgemeinde und Netzpolitik begutachtet? Gibt es auch in diesem Jahr wieder. Im Bundesradio mit Philip Banse und Tim Pritlove: „Die Details sind noch unklar und wir werden uns in den nächsten Wochen überlegen, wen wir alles zum Gespräch einladen werden und welche sonstigen Highlights wir integrieren möchten. Auf jeden Fall wird die Veranstaltung live vor Ort und live im Internet sein. Wie beim letzten mal planen wir ein Live-Audio- und -Video-Streaming, freuen uns aber vor allem über Gäste vor Ort.“

3. NSA startet Online-Portal mit den lustigsten Privatgesprächen, -fotos und -videos aus aller Welt
(der-postillon.com)
„Die NSA kämpft außerhalb der USA um ihren guten Ruf. Um in überwachungskritischen Ländern wie Deutschland Sympathien zurückzugewinnen, richtete der Auslandsgeheimdienst nun ein Online-Portal mit den lustigsten Privat-Konversationen ein.“

Zitate

  1. „Ich habe nichts gegen den Islam als Land aber ich denke deren Gesetze sind hier in Australien nicht willkommen.“
    Stephanie Banister, Kandidatin für das australische Parlament, in einem Fernsehinterview. Ihre Kandidatur hat sie mittlerweile zurückgezogen.

  2. „Ich sehe mich gezwungen, eine schwierige Entscheidung zu fällen – entweder mitschuldig an Verbrechen gegen das amerikanische Volk zu werden oder zehn Jahre harte Arbeit aufzugeben und Lavabit zu schließen.“
    Ladar Levison, Betreiber des stark geschützten E-Mail-Dienstes Lavabit, bei dem auch Edward Snowden Kunde war, nachdem die amerikanischen Behörden vermutlich großen Druck zur Herausgabe von Edward Snowdens persönlichen E-Mail-Sicherheitsschlüssel ausgeübt haben.

  3. „Ich lasse mir von niemandem vorschreiben, was ich an welchem Tag zu essen habe.“
    Lars Lindemann, FDP-Politiker, nachdem er ein früheres NSA-Propagandaplakat mit dem Logo der Grünen versehen hatte um gegen den Vorschlag zum Veggie Day zu protestieren.

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