Abgang: Norbert Lammert

Der Präsident „vertritt den Bundestag und regelt seine Geschäfte. Er wahrt die Würde und die Rechte des Hauses“. Der Bundestagspräsident ist im staatsrechtlichen und politischen Sinne der Repräsentant der Volksvertretung; er repräsentiert den Bundestag als die „symbolische und offizielle Personifizierung des Parlaments“ in seiner „Gesamtheit“. (Ismayr 2001)

Es tritt ab: Ein zweifellos großartiger Präsident des Deutschen Bundestages, amtierend seit 2005: Norbert Lammert.

Lammert war ein integrativer Bundestagspräsident. Einer, der das Parlament gegenüber der Regierung vertrat und verteidigte, obwohl seine Partei, die CDU, regierte. Ein Politiker mit deutlicher, aber fairer Sprache. Einer, der von krawalloptimierten politischen Talkshows gar nichts hielt, für den der Bundestag stattdessen der Mittelpunkt einer politischen Auseinandersetzung, ja „das Herz der Demokratie“, sein sollte.

Persönlich in Erinnerung bleiben wird mir sein konsequentes Eintreten für die Kontroll- und Minderheitsrechte des Bundestages vor diversen Hintergründen; zuletzt beim NSA-Untersuchungsausschuss.

Am Donnerstag hielt Lammert seine Abschiedsrede:

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